Deutsches Spring & Dressurderby

"Lange Tradition und viel Erfahrung haben das Deutsche Spring- und Dressur-Derby in Hamburg zu einer der bedeutendsten Reitsportveranstaltung in unserem Lande gemacht." Dieses Zitat stammt aus dem Grußwort von Dr. Helmut Kohl, dem Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland im Derbyprogramm des Jahres 1998. Den Norddeutschen und Flottbeker Reiterverein erfüllt diese Feststellung mit gewissem Stolz, und er ist sich der Verpflichtung, diese Tradition zu wahren, bewußt.

Der nachfolgende Bericht enthält einmal Besonderes aus der 83-jährigen Derbygeschichte und eine Zusammenstellung der Entwicklung der letzten 25 Jahre, womit wir in etwa an den Zeitpunkt unseres 50jährigen Vereinsjubiläums 1978 und dem Inhalt unserer damaligen Festschrift anschließen möchten.

Die Entstehung des Namens

Das Wort "DERBY" ist heute in Sportveranstaltungen relativ häufig zu finden, insbesondere, wenn zwei Vereine gegeneinander kämpfen, wie z.B. der HSV gegen den FC. St. Pauli. Das nennt man dann "Regional-Derby".

Dabei ist die Verwendung des Begriffes "Derby" für andere als Pferdesportarten eher unrichtig und historisch nicht begründet, denn der Markenname "DERBY" stammt ursprünglich ausschließlich aus dem Pferdesport.

Im Landhaus "The Oaks" des Generals Burgoyne, der im amerikanischen Unabhänigigkeitskrieg die englischen Truppen befehligt hatte, traf sich im Herbst 1779 eine illustre Gesellschaft zu einer Dinerparty. Hier wurde unter anderem über das englische Rennsystem diskutiert. Sir Charles Bunbury und sein Freund der 12. Earl of Derby überzeugte alle Anwesenden, dass ein neuer Renntyp nur für 3-jährige Pferde ins Leben gerufen werden sollte. Aber wie sollte dieses Rennen heißen. Da man sich nicht einigen konnte, wurde die Münze geworfen. Sie entschied für Lord Derby und so wurde am 4. Mai 1780 in Epsom das erste "DERBY" ausgetragen.

Es dauerte über ein halbes Jahrhundert, bis nach und nach in den benachbarten kontinental-europäischen Ländern Derbys für 3-jährige Pferde ausgeschrieben wurden. So auch in Hamburg. wo der Hamburger Rennclub im Jahre 1867 zunächst als Norddeutsches Derby später Deutsches Derby sein erstes Galopp-Derby veranstaltete.

Ein neuer Begriff im Springsport

Auf Gut Westensee in Schleswig-Holstein lebte der Hamburger Kaufmann und Pferdesportmäzen Eduard F. Pulvermann. Er war nicht nur ein sehr erfolgreicher hanseatischer Kaufmann, sondern auch ein echter "horseman", der der selbst ein begeisterter Reiter war. Am ersten Weltkrieg hatte er als Offizier der 15. Husaren teilgenommen.

Nach dem Krieg widmete er sich stark der Sportreiterei und hatte auf seinem Gut bereits eine Reihe der späteren Hindernisse entworfen und gebaut. Er hatte nicht nur die Idee sondern auch die Tatkraft, in Hamburg eine Springprüfung zu schaffen, wie sie es bis dahin noch nicht gab. Auf dem Gelände des heutigen Poloplatzes in Hamburg Klein-Flottbek erbaute er weit vorrausschauend einen Springkurs, der der Landschaft Schleswig-Holsteins nachempfunden war. So waren typische Merkmale in erster Linie: Wälle, Hecken und Gräben, so wie sie in Ostholstein vorkommen. Außerdem hatte der Parcours die ungewöhnliche Länge von 1.250 m, während Normalparcours bei 400 m liegen. Beide Besonderheiten beinhalten eine Idee, das Jagdreiten als sportlichen Hochleistungs-Wettkampf durchzuführen.

Wie Ed.F.Pulvermann dazu kam, dieser neuen Prüfung den inzwischen im Pferdesport zugkräftigen Titel "DERBY" zu geben, ist nicht überliefert. Vermutlich beruht dieses auf seinen vielfältigen anglo-amerikanischen Verbindungen, die inbesondere auch nach England bestanden. Da es damals sicherlich wie heute wichtig war, für besondere sportliche Prüfungen auch besondere Titel zu führen, übernahm er kurzerhand diesen Begriff aus dem Pferderennsport.

So wurde am 26. Juni 1920 das erste "DEUTSCHE SPRING-DERBY" in Hamburg Klein-Flottbek ausgetragen. In diesem ersten Derby ritt Pulvermann natürlich selbst mit und wurde mit seinem irischen Schimmel Tristan Sechster. 1921 und 1924 wurde er jeweils Siebenter.

Das berühmte Hindernis "Pulvermanns Grab" – über das später noch genauer berichtet wird – ist natürlich nicht sein Grab. Es ist ein Hindernis, das er selbst entworfen hat nd in welches er dann beim Üben auch als erster hineinfiel. Sein Grab bzw. sein Ende allerdings ist noch viel tragischer. Er starb 9.4.1944 nach langer Leidenszeit im Konzentrationslager Neuengamme, in welches er wegen seiner internationalen Kontakte und seines Widerstandes gegen das Naziregime geworfen worden war.

Eine Bronzetafel erinnert an ihn als Gründer des DEUTSCHEN SPRING DERBY´s.

Der Verein als Veranstalter

Aber – wie heute – brauchte man bereits damals zur Veranstaltung eines Reitturnieres einen Verein. Es gab zwar zu jener Zeit in Hamburg bereits einige Reitvereine, aber Herr Pulvermann tat sich mit seinen eigenen seiner Reitfreunde zusammen und gründete am 29. Januar 1920 den "Norddeutschen Verein für Zucht und Prüfung deutschen Halbbluts". Dieser Verein, dem sich gleich nach Gründung 3 andere Hamburger Reitervereine anschlossen, diente als Grundlage für die Spitzenprüfung im deutschen Springsport, dem Deutschen Spring-Derby. Er war Veranstalter bis zum letzten Vorkriegsderby 1939.

Unabhängig davon war im Jahre 1928 in Hamburg Gr.Flottbek ein neuer großer Verein entstanden, der "Flottbeker Reiterverein". Dieser hatte bereits vor dem Krieg eine rasante Entwicklung genommen. Im Gegensatz zum "Norddeutschen Verein" hatten die Flottbeker große Teile ihres Mitgliederbestandes sowie gesunde Finanzen durch den Krieg gerettet, und auch der Vorstand war überwiegend heil aus dem Krieg zurückgekehrt.

Der "Norddeutsche Verein" war nach dem Krieg überaltert und nicht mehr in der Lage das Derby allein durchzuführen. Was lag also näher, als sich mit dem "Flottbeker Reiterverein" zusammenzuschließen.

Dieses geschah am 1.3.1948. Der damals gewählte Name "Vereinigter Norddeutscher und Flottbeker Reiterverein" wurde später verkürzt in den heute noch gültigen Namen: "Norddeutscher und Flottbeker Reiterverein" kurz NFR. Dieser Verein führt bis heute die Veranstaltung durch, die allerdings in Jahre 1928 vom jetzigen Poloplatz auf das Gelände des Baron Jenisch an der Jürgensgasse verlegt wurde.

Die Teilnehmer

Am Anfang war der Reitsport nicht nur ein reiner Amateursport. sondern auch noch ein wirklich elitärer Sport, der in erster Linie von Adligen und wohlhabenden Geschäftsleuten und höheren Rängen des Militärs ausgeübt wurde. So findet man auch in der Erfolgslisten des Derbys in den 20er Jahren überwiegend Namen wie: Frhr. v Zobel, Graf W. Hohenau, Graf Schaesberg, Frhr. v. Langen, Graf Görtz, Frhr. v. Buddenbrook, E.F. Pulvermann, Graf v. Hohenau, v. Knobelsdorff usw. In den 30er Jahren werden die adligen Reiter mehr und mehr ergänzt durch Reiter der Kavallerie-Reitschule des sich etablierenden NS-Regimes. Siegreiche Reiter wie Ernst Hasse, W. Nippe, Harald Momm, Marten von Barnekow etc. reiten in SS-Uniformen. Nach dem Krieg ändert sich das Bild enorm. Zwar sind beim ersten Nachkriegsderby noch immer viele Adlige dabei, aber das Reiten entwickelt sich langsam zum Breitensport. Teilnehmer sind zunächst überwiegend reinste Amateure, überwiegend aus der Landwirtschaft. Aber mit der Ausweitung des Sports entwickeln sich immer mehr Reiter zu Profis. Zu Anfang wurde dieses nach außen gern verschwiegen, denn nur Amateure waren zur Olympiade zugelassen. Die Profis waren dann offiziell "Betriebsleiter, Gestütsangestellte etc." Erst in den 70er Jahren begannen als erste die Engländer sich zur Professionalität zu bekennen. Deutschland folgte bald und auch die Olympiaden wurden für Profis geöffnet.

Es gab immer wieder Mehrfachsieger im Derby, so auch besonders in den letzten 25 Jahren mit Eddie Macken 3x, Achaz von Buchwaldt 2x, Hugo Simon 5x, Thomas Frühmann 3x und allen voran Nelson Pessoa, der mit insgesamt 7 Siegen den alten Rekord von 5 Siegen des Fritz Thiedemann aus den 50er Jahren eingestellt hat und den Hugo Simon theoretisch noch einholen kann. Unvergessen bleiben auch die Siege von Hartwig Steenken. Aus Schleswig-Holstein konnten Achaz von Buchwaldt, der sogar 2mal sowie Peter Luther, Dr. Michael Rüping und Sören von Rönne das Derby gewinnen. Hans Günther Winkler, Deutschlands Springreiter-Legende, der immer wieder versicherte, "Das Deutsche Derby zu gewinnen ist gleichzusetzen mit den Großen Preisen von Aachen, Rom oder Hickstead" gelang der Derbysieg in seiner beispielhaften Karriere 1955. Auch Alwin Schockemöhle gewann 1957, 1969 und 1971 das Derby, während sein Bruder Paul als dreifacher Europameister und sechsfacher Deutscher Champion jeweils nur zwei zweite Plätze und dritte Plätze errang-

Ende der 70er Jahre gelang es erstmalig die Welt- und Europameister David Broome und Harvey Smith zum Derby einzuladen und auch wenn auch frühere Weltmeister wie J. d´Oriola und R. d´Inzeo am Derby teilnahmen, so brachte doch erst die bessere Pferdetransportmöglichkeit über Spezial-LKWs und Flugtransporte die Möglichkeit, von Woche zu Woche die internationale reiterliche Spitze auf den großen Turnieren der Welt gegeneinander kämpfen zu sehen. Aus den USA waren die Olympia- und Weltcupsieger Joe Fargis und Conrad Hornfeld sowie aus Canada der zweifache Weltcupsieger Ian Miller wie auch aus Frankreich der Olympiasieger Pierre Durand am Start. Später folgten als Dauergäste Nick Skelton sowie die Brüder Whitaker. Nelson Pessoa gab in einem langen Telefongespräch mit Südamerika einmal die Antwort auf eine Frage, die wir uns alle denken können: "They are all here".

Paul Schockemöhle beherrschte mit seinem Stall und Trainingslager Ende der 80er Jahre die gesamte deutsche Springsportspitze. Jetzt ist Paul Schockemöhle als Multi-Unternehmer, der auch maßgebend an der Organisation der Springreiter ´99 in Hickstead und der Deutschen Meisterschaft in Gera sowie der Riders Tour beteiligt ist, einer der Haupt-Macher des Derbys. Es war 1999 wieder Zeit das Turnier etwas "aufzupolieren". Der NFR schloß mit der Reitsportfachagentur EN GARDE von Volker Wulff, in die auch Paul Schockemöhle einstieg, einen 5 Kooperationsvertrag ab, der jetzt auf 5 weitere 5 Jahre verlängert wird. Das Preisgeld wurde aufgestockt und die schon aussichtslos erscheinenden Bemühungen, das Dressur-Derby auf dem Gelände des Derbyparks dauerhaft zu etablieren, wurden in langwierigen Verhandlungen im Jahre 2003 endgültig positiv zum Abschluss gebracht. Das Dressur-Derby war 1955 auf Initative des Hippologen Dr. Gustav Rau, der allerdings wenige Monate vorher starb, und des damals erst 19jährigen Reiner Klimke († 1999) dem Spring-Derby angegliedert worden. Doch nach diesem kurzen Blick auf die heutige Derbysituation, die viele Derby-Fans aus den Veröffentlichungen der letzten Jahre hinreichend bekannt sind, sei noch ein Blick in die Vielen nicht so bekannte Derbyhistorie gegeben.

Der II. Weltkrieg und seine Folgen für das DERBY

1939 findet vorerst das letzte Derby statt. Sieger ist der SS-Reiter W. Fegelein der wie sein Bruder Hermann (Sieger 1937) in der Wehrmacht des Hitler-Regimes später eine entscheidende Rolle spielte. Nach Ausbruch des Krieges konnte das Derby nicht mehr durchgeführt werden. Für den Sport gab es keine Möglichkeiten mehr. Die Pferde wurden an die Front geschickt, die Reiter zum Militär eingezogen. So auch die Vorsitzenden und Leiter des Vereins.

Quer über den Derby-Turnierplatz wurde in den letzten Kriegsjahren ein breiter Graben als Panzersperre gezogen. Die Reithalle wurde erst als Feldlazarett dann zur Herstellung von Sperrballons genutzt. Der Pferdesport lag am Boden. Nach dem Krieg war alles zerstört. Die Menschen hungerten und hatten mit sich selbst zu tun. An Ausübung von Sport oder gar das Abhalten von Turnieren dachte damals niemand.

Erst so um das Jahr 1947/48 herum gab es wieder erste sportliche Aktivitäten und kleine Wiederbelebungsversuche des Turniersport. Der "Flottbeker Reiterverein" der niemals aufgehört hatte zu existieren war bereits nach Kriegsende schon wieder hellwach und verhinderte durch seinen Einspruch, dass der Derbyplatz in Schrebergärten umgewandelt wurde. So um 1948 herum sammelten alte und neue Mitglieder des oben beschriebenen NFR und bereiteten für 1948 ein neues Spring-Derby vor. Die Hauptschwierigkeit dabei war die Instandsetzung des zerstörten Derbyplatzes in Klein-Flottbek. Nach Kostenanschlägen sollte dies RM 60.000, –  kosten. Etwa 40 Mitglieder und Gönner hatten auf ihrer Mitgliederversammlung vom 11.5.1948 eine Summe von RM 31.000 , – aufgebracht. Weitere Zusagen folgten und man war guten Mutes, die Arbeiten bis Mitte Juli 48 fertigzustellen und das erste Nachkriegsderby bereits am 20.-25.7.1948 durchzuführen. Aber die Währungsreform kam dazwischen. Viele Bauunternehmer und Lieferanten erfüllten im Hinblick auf Tag X ihre Verpflichtungen nicht, so daß die Veranstaltung abgesagt werden musste. Erst im Herbst 1948 war  der Platz soweit hergestellt, dass man dann ein erstes Probeturnier wagen konnte. Nachdem dieses gelang fand dann das erste Nachkriegsderby vom 23. bis 26. Juni 1949 statt.

Der Austragungsort

Bis 1928 wurde das Derby auf dem jetzigen Polo-Platz, nördlich der S-Bahn ausgetragen. Als dieser Platz ab 1928 ausschließlich für Polo in Anspruch genommen werden sollte, konnte der Norddeutsche Verein mit dem Spring-Derby auf den jetzigen Derby-Platz umziehen, den der Eigentümer –Baron Jenisch – dem Verein pachtweise zur Verfügung stellte. Auf diesem Platz wird das Spring-Derby bis zum heutigen Tag ausgetragen.

Bei der Wiederherstellung nach dem Krieg wurde der Platz bereits weitgehend in den jetzigen Zustand versetzt. Aus Trümmerschutt wurden die Zuschauer-Stehwälle aufgeschüttet.

Es wurden eine Holztribüne und ein Clubhaus gebaut. Durch das enorme Anwachsen des Bekanntheits- und Beliebtheitsgrades des Derbys in den Nachkriegsjahren einerseits und die sich steigernde Baufälligkeit der alten Holztribüne andererseits ergab sich die Notwendigkeit eine größere, feste Tribüne zu bauen. Nachdem die Planung und vor allem die Finanzierung sichergestellt war, wurde Ende 1963 mit dem Bau begonnen. Sie erhielt knapp 4.000 Sitzplätze sowie Räume für Presse, Einsatzleitung, Kasse, Toiletten sowie Stallungen für ca. 40 Pferde.

Für heutige Veranstaltungen reicht all das nicht mehr aus. Aber der neue Platzbedarf wird überwiegend durch fliegende Bauten, also Zelte abgedeckt.

So entsteht zu jeder Veranstaltung an der kurzen Seite des Platzes ein zweistöckiges Zelt für Teilnehmer, Ehrengäste, Restauration, und VIP´s. Auf der angrenzenden Wiese werden ca. 6 riesige Zelte aufgebaut zur Unterbringung von bis zu 300 Pferden. Auf dem Gelände entstehen große Zeltstände für Gastronomie, Verkaufsstände, Pressezelt, Pferdepflegerzelt usw. Darüber hinaus weden Abreiteplätze und enorme Flächen zum Parken der teils gewaltigen Transportfahrzeuge benötigt. Die PKW´s werden bereits außerhalb des Geländes untergebracht wie z.B. im Parkhaus am Flottbeker Bahnhof bis hin zum Elbe-Einkaufszentrum.

Vor einigen Jahren wurde um den Turnierplatz herum der Westerpark nach den alten Plänen von Baron Voght und der von ihm hier geschaffenen Ornamented Farm angelegt, wodurch einerseits der Derbyplatz in eine Parklandschaft umgestaltet wird, auf der anderen Seite jedoch für die Veranstaltunge erhebliche Qualitätskompromisse eingegangen werden müssen, da die Abwicklung eines Event mit 40.000 – 50.000 Zuschauern an 4  Tagen auch unter verstärkten Umweltverträglichkeitsanforderungen durchgeführt werden muß. Wir hoffen, daß unsere Bemühungen, das Deutsche Spring-Derby neben der Wahrung der Tradition weiterhin der Entwicklung des internationalen Springsports angepaßt werden kann.

Die Entwicklung des Derby-Turnieres in den letzten 30 Jahren

Anfang der siebziger Jahre nutzte der Springsport die vom Fußball durchgesetzte Werbemöglichkeiten der Bandenwerbung und hatte plötzlich die Möglichkeit, überregional für Sponsoren interessant zu werden. Dietmar Dude, der 1972 in den Vorstand gewählt wurde, übernahm die Turnierleitung und arbeitete jahrelang mit der Vermarktungsagentur Lüthi aus der Schweiz erfolgreich zusammen. Die Beträge, die bis dahin aufgrund persönlicher Verbundenheit die Deutschen Großbanken, die Albingia-Versicherung, die Holsten-Brauerei und die Firmen von Vereinsmitgliedern oder traditionellen Reitsportförderern spendeten, konnten abängig von den Übertragungszeiten in der ARD und dem ZDF ganz andere Größenordnungen einnehmen. Hauptsponsor wurde 7 Jahre lang die Fürstenberg-Brauerei aus Donaueschingen und Mercedes-Benz mit komplettem Fahrservice. Die Albingia und Mercedes konnten erfreulicherweise auch mit großen Empfängen für Kunden und Vertragshändler unsere Veranstaltung gesellschaftlich weiter aufwerten.

Der erstmals in Hamburg auf einem deutschen CSI-Turnier eingerichtete VIP-Bereich fand sehr großen Zuspruch und wurde von Jahr zu Jahr ausgebaut, so daß Graf Landsberg-Vehlen, der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, bei einem Besuch am Sonntagnachmittag zwischen 1500 Gästen im VIP-Zelt feststellen mußte, daß eine solche Ausuferung schon eine Zumutung sei. Er hatte natürlich Recht und die Überlegungen gingen bei den damaligen Betreuern, der Firma Lüthi, Herrn Fritz Klein und Frau Petra Brenner, dahin, das VIP-Zelt von dem Abreiteplatz und auf die dem Einritt gegenüberliegende Seite zu verlegen. Die Fürstenberg-Brauerei konnte sich hiermit nicht anfreunden, da sie mehr Wert auf einen kurzen Weg zu den Reitern legte. Erst Jochen Döhle, der, nachdem das Derby eine Zeit auf der Stelle getreten hatte, bereit war, mit viel Einsatz das Dervy wieder nach vorn zu bringen, griff diese Idee auf und verwirklichte mit großem Erfolg den Bau eines komfortablen vergrößerten zweistöckigen Zeltes.

Heute sind die Holsten-Brauerei AG, Audi AG, Nestlé Deutschland AG und Golden Toast e.V. die Hauptsponsoren des Derbys und darüber hinaus ist es in die Riders Tour Serie, die von Credit Suisse gesponsert wird, eingebunden, in der dem punktbesten Reiter am Serienende hohe Geldpreise winken. Wir entwickelten auch Anfang der 80er Jahre als erstes Turnier in Deutschland ein Glanzdruckprogramm in DIN A4 Format, wie es viele Veranstalter heute herausgeben, und lösten damit sie wenn auch recht praktischen DIN A5 Hefte ab, die bis dahin üblich waren.

Mitte der 80er Jahre wurde Klaus Meyer, dessen Vater die Flottbeker Reithalle ca. 50 Jahre vorher einmal gebaut hatte, der sich als Parcourschef selbst zu Wahrung der Derbytradition verpflichtet fühlte, in die Turnierleitung und zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Für den neben dem Derbykurs sich immer mehr in den Vordergrund schiebende "Große Preis" der mehrfach auch Sichtungsprüfung für Olympiaden, Europa- und Weltmeisterschaften war, wurden in angestrebter Abwechslung die bekannten internationalen Parcoursaufbauer wie "Micky" Brinkmann, Dr. Gego, Horst Ense, Pamela Carruthers, Olaf Petersen, Paul Weier und Frank Rothenberger verpflichtet, die hochinteressante Parcours erstellten.

Nachdem Jörn Pfeiffer Ende der 80er und der von Herrn Döhle eingesetzte Bert E. König Ende der 90er Jahre versuchten, das Derby mehr und mehr vom NFR zu lösen und zu verselbständigen, wurde mit der Firma EN GARDE und Paul Schockemöhle eine Veranstaltungsfirma zur Kooperation mit dem NFR gefunden, mit der für die gegenseitigen Interessen ein zufriedenstellender Kompromiß gefunden gefunden werden konnte.

Das Fahr-Derby ließ sich leider in Hamburg nicht mehr halten, und die Schwierigkeiten zur dauerhaften Absicherung des Dressur-Derbys konnten erst mit der Unterstützung der Familie Jenisch, des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg und der Firma EN GARDE ausgeräumt werden.

Wir wünschen auch zukünftigen Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstandes im NFR immer eine glückliche Hand bei den Vertragsverhandlungen mit Marketing- und Ausrichterfirmen, damit das Veranstalterrisiko weitestgehend abgefedert werden kann und nicht bei nicht immer auszuschließendem defiziösem Verlauf zu Lasten des Vereinsvermögens geht, wie es vor 30 Jahren noch üblich war. Der NFR lebt für das Derby und von dem Derby und kann beruhigt und zufrieden und mit ein wenig Stolz auf die 75 Jahre seiner Vereinsgeschichte zurückschauen.

Das deutsche Spring-Derby

Man schrieb den 26. Juni 1920. Zum ersten Mal gingen Reiter und Pferde in Hamburg über einen Parcours, den es auf der Welt noch nicht gegeben hatte. Zum ersten Male wurde das Deutsche Spring-Derby in Hamburg-Flottbek ausgetragen. Eduard F. Pulvermann hatte einen Turnierplatz erstellt, dessen Hindernisse zum größten Teil den natürlichen Sprüngen der Jagdreiter der Landschaft von Holstein im Norden Deutschlands entnommen waren.

Bis auf den heutigen Tag hat sich nicht viel an dem 1350 m langen Parcours mit seinen 17 Hindernissen den man in internationalen Reiterkreisen den "schwersten Parcours der Welt" nennt, geändert.

Paul Heil, der das erste Spring-Derby mit Cyrano gewonnen hatte, belegte mit Hexe und Grey Lad auch noch die nächsten beiden Plätze – eine Leistung, die bis heute von keinem Reiter der Welt erreicht wurde. Der zweite Weltkrieg zwang den Veranstalter zu einer zehnjährigen Pause. Ein breiter Panzergraben hatte den Turnierplatz in Hamburg-Flottbek verwüstet. Erst 1949 konnte zum ersten Male nach dem zweiten Weltkrieg wieder ein Deutsches Springderby ausgetragen werden. Schöner und größer ist dieses bedeutende Turnier von Jahr zu Jahr geworden. Und es bleibt zu hoffen, daß es auch künftig zum Stelldichein der Reiter und Pferde aus aller Welt wird.

Der Parcours des Deutschen Spring-Derbys

Am Start

Mit diesem Sprung über das Koppelrick beginnt alljährlich der Kampf um das "Blaue Band" des Derbysiegers. Der Sprung hat eine Höhe von 1.30 m.

 

 

Der Koppelrick

Das Koppelrick mit einer Höhe von 1.40 m folgt als zweiter Sprung. Der Zwischenraum beträgt 1.30 m.

 

 

Die kleinen Wälle

Beim Doppelsprung über die beiden kleinen Wälle direkt vor der Richter-Tribüne werden Pferd und Reiter zum ersten Mal mit den großen Schwierigkeiten des Hamburger Derby-Parcours vertraut gemacht. 1.50 m hoch sind die beiden Wälle, die 11 Meter auseinander liegen. Das abschließende Rick hat eine Höhe von 1.60 m.



Der Wassergraben

Der Wassergraben. Er fehlt auf keinem Turnierplatz der Welt. Und er hat auch in Hamburg seine Tücken. Schon mancher mußte hier Fehlerpunkte kassieren. Er ist 4 m breit.

 

 

Die Palisade

Der Steilsprung über die Palisade folgt. Höhe des Hindernisses 1.60 m.

 

 

Der "große Wall"

Dann kommt der "Große Wall". Über ein 1.20 m hohes Rick erfolgt der Absprung. Auf der vollen Höhe des Walles, die 3 m beträgt, ist das 1 m hohe Rick zu überspringen.

 

 

Der Absprung

Und dann der Abgang vom "Großen Wall". Er stellt wahrlich höchste Anforderungen an Pferd und Reiter. Und nicht zuletzt diesem "Großen Wall" verdankt der Hamburger Derby-Parcours das Prädikat "Schwerster Parcour der Welt".

 

 

Die weisse Bretterplanke

Niemand darf glauben, daß nach der Strapaze des "Großen Walls" nun eine "Ruhepause" eintritt. Nur wenige Meter hinter dem Wall steht die gefürchtete weiße Bretterplanke, 1.60 m hoch. Hier sind bisher die meisten Derby-Reiter gescheitert.

 

 

Koppelrick mit Graben

Es sieht so harmlos aus, dieses 1.40 m hohe Koppelrick - doch ein 1,50 breiter Graben hinter dem Rick erfordert erneut höchste Konzentration von Reiter und Pferd.

 

 

Das grosse Holztor

Auch das große Holztor (1.60 m) hoch ist schon manchem Bewerber im Kampf um den Derbysieg zum Verhängnis geworden.

 

 

Doppel-Birkenrick

Ein gewaltiges Hindernis, der Sprung Nummer 10, das 1.60 m hohe Doppel-Birkenrick. Der Zwischenraum beträgt 1.80 m.

 

 

Der Oxer

Der Oxer vor der neuen Tribüne. 1.60 m hoch – 1.50 m breit.

 

 

 

 

Eisenbahn-Schranken

Die Zweier-Kombination – die Eisenbahnschranken sind 1.40 m (vorne) und 1.45 m (hinten) hoch. Der Zwischenraum beträgt 7.50 m.

 

 

 

Das "Holsteiner Tor"

Das "Holsteiner Tor". 1.40 m hoch.

 

 

 

 

Pulvermanns Grab

Einmalig auf der Welt ist die Dreier-Kombination auf dem Hamburger Derbyplatz, "Pulvermanns Grab" genannt. 1.40 m hoch ist der Einsprung. Dann geht es 7.50 m bergab. Im tiefsten Punkt der Kombination liegt der 2 m breite Wassergraben. Dann geht es 7.50 m bergauf zum Aussprung, einem 1.20 m hohen Rick.

 

 

Die Feldsteinmauer

Mächtig erhebt sich vor Reiter und Pferd die 1.60 m hohe graue Feldsteinmauer.

 

 

 

Holsteiner Wegesprung

Die letzte Zweier-Kombination des Deutschen Spring-Derbys. Der Holsteiner Wegesprung. Jeweils 1.40 m hoch sind die beiden Ricks mit Gräben dahinter und davor – der Abstand beträgt 11 m.

 

 

Am Ziel

Und wer auch die Holzmauer (1.40 m) fehlerlos übersprungen hat, der ist dem begehrten Sieg im Deutschen Springderby schon ein großes Stück näher gerückt. Fehlerfreie Ritte gehören immer noch zu den Ausnahmen auf dem "schwersten Parcours der Welt" in Hamburg.

 

 

 

Die Sieger im Deutschen Spring-Derby

1964

Schridde (Deutschland)

auf Dozent II

1963

Pessoa (Brasilien)

auf Gran Geste und Espartaco

1962

Pessoa (Brasilien)

auf Espartaco

1961

R. d´Inzeo (Italien)

auf Posillipo

1960

Jarasinski (Deutschland)

auf Raffaela

1959

Thiedemann (Deutschland)

auf Retina

1958

Thiedemann (Deutschland)

auf Finale

1957

Schockemöhle (Deutschland)

auf Bachus

1956

Delia (Argentinien)

auf Discutido

1955

Winkler (Deutschland)

auf Halla

1954

Thiedemann (Deutschland)

auf Diamant

1953

Schmidt (Deutschland)

auf Cäsar

1952

Russel (USA)

auf Rattler

1951

Thiedemann (Deutschland)

auf Meteor

1950

Thiedemann (Deutschland)

auf Loretto

1949

Frau Schmidt-Metzger (Deutschland)

auf Fenek

1939

W. Fegelein (Deutschland)

auf Nordrud

1938

Temme (Deutschland)

auf Nordland

1937

H. Fegelein (Deutschland)

auf Schorsch

1936

Nippe (Deutschland)

auf Landrat

1935

Temme (Deutschland)

auf Egly

1934

Frau v. Opel (Deutschland)

auf Nanuk

1933

Momm (Deutschland)

auf Baccarat

1932

v. Barnekow (Deutschland)

auf General

1931

Hasse (Deutschland)

auf Derby

1930

Frick (Deutschland)

auf Morgenglanz

1929

v. Barnekow (Deutschland)

auf Derby

1928

v. Langen (Deutschland)

auf Falkner

1927

v. Langen (Deutschland)

auf Falkner

1926

Graf Hohenau (Deutschland)

auf Apoll

1925

v. Wietersheim (Deutschland)

auf Kreon

1924

v. Langen (Deutschland)

auf Hanko

1923

Martins (Deutschland)

auf Döllnitz

1922

Martins (Deutschland)

auf Döllnitz

1921

Andreae (Deutschland)

auf Teufel

1920

Heil (Deutschland)

auf Cyrano

Die erfolgreichsten Springreiter des NFR

Die Springreiter des NFR mußten den Erfolgen der Dressurreiter den Vorrang lassen. Während in der Dressur ja 3 "echte" Flottbekerinnen an den Olympischen Spielen teilnahmen bzw. Derbysieger wurden, konnten die Springreiter zwar eine große Anzahl hervorragender und international erfolgreicher Springreiter hervorbringen, aber zu olympischen Ehren gelangte man nicht. Ausgenommen hirvon sind 2 Reiter: er erst in späteren Jahren zum Ehrenmitglied gemachte und unvergessene Fritz Thiedemann, der nicht nur olympisch erfolgreich war, sondern überhaupt der erfolgreichste Reiter der 50er Jahre mit allein 5 Derbysiegen war. Auch der zweite Olympiareiter kam erst sehr spät blieb auch nur relativ kurz beim NFR: Jörg Münzner, 1982 mit der österreichischen Equipe Zweiter bei den Olympischen Spielen in Barcelona – kam im Jahre 1996 als Pächter auf die Flottbeker Anlage und betrieb diese bis zum Jahre 2001.

Der erste überregional erfolgreiche Springreiter des NFR war Herbert Neckelmann, Ihm gelang im Jahre 1935 der erste Nullfehler-Ritt im Spring-Derby auf Raubritter, mit dem er in diesem Springen Zweiter wurde.

Auch Max-Heidenreich und Heinrich Hass gehörten schon vor dem Krieg zu den erfolgreichen NFR-Reitern.

In unserem Bericht über den Bau der Halle in Flotbek, weden Sie unter dem Foto der Einweihungsfeier den Namen "Fräulein Metzger" finden. Dieses war im Jahre 1930 und diese Dame, die später einen Herrn Schmidt heiratete, gewann im Jahre 1949 überraschend das erste Deutsche Nachkriegs-Spring-Derby.

Ein Zweiter hätte es fast geschafft, ebenfalls das Derby zu gewinnen, nämlich der junge erfolgreiche Hans-Heinrich Lammerich, der bereits 1948 nicht nur Mitglied unseres Vereins war, sondern auch hier in Groß-Flottbek im Stall am Röbbek einen Turnierstall unterhielt. Auch ihm gelang im Jahre 1954 ein Nullfehler-Ritt. Er wurde nach Stechen gegen Fritz Thiedemann umjubelter Zweiter. Im nächsten Jahr gelang ihm dann noch ein dritter Platz hinter H.G. Winkler und Magnus von Buchwaldt. Aber nicht nur im Derby war Hans-Heinrich Lammerrich erfolgreich. Sondern mit seinen Pferden Nemo, Carmen und Schwalbe war er auf allen großen deutschen Turnierplätzen bekannt und sammelte internationale Erfolge in großer Anzahl. Er hat sich später total vom Sport zurückgezogen und im Jubiläumsjahr 2003 mußten wir leider unseren Mitgliedern von seinem Ableben berichten.

Der nächste NFR-Reiter nach dem Krieg, der antrat internationale Erfolge zu erringen, war unser jetziger Vorstandsvorsitzender, Klaus Meyer. Von 1949 bis 1955 war er mit seiner "Mirabelle" hoch erfolgreich, nicht nur in Juniorenprüfungen des NFR, sondern auch auf den großen Plätzen Norddeutschlands. In den Jahren 1958 und 1959 feierte er eine Reihe internationaler Erfolge mit Helios und Galante, so wurde er u.a. Zweiter im Großen Preis von Deutschland in Berlin und jeweils Zweiter in den Großen Preisen von Hannover und von Bremen. 3mal startete er im Deutschen-Spring-Derby.

Einer der ganz großen und erfolgreichen Vertreter des NFR war auch Horst Herbert Alsen. Für ihn wurde seinerzeit extra im Stall 2 der vorspringende Anbau mit 4 Boxen erstellt, in dem er seinen Turnierstall unterhielt. Wenngleich ihm auch der ganz große Erfolg versagt blieb, so war er doch auf allen Turnierplätzen Norddeutschlands zu finden und sehr erfolgreich. So gewann er beispielsweise in Folge die Jagdpferdprüfung Kl. S die seinerzeit noch anläßlich jeden Derbyturniers auf der Horner Rennbahn ausgetragen wurde.

Zu dieser Zeit d.h. im letzten Drittel der 50er Jahre, etablierte sich ein weiterer Springstall in Flottbek. Herr Erich Vollmer mietete den Stall an, in dem sich das jetzige Hotel "Landhaus Flottbek" befindet, beschäftigte einen erfolgreichen Profi (Otto Szamatat) und machte dort sich selbst und seine 3 Kinder, Peter, Lutz und Barbara, gut beritten. Er selbst startete sogar einmal im Deutschen Derby, seine Söhne gehörten ebenfalls zu den erfolgreichen NFR-Reitern.

Zu einer Zeit in den 70er Jahren, als der NFR seinen Mitgliedern vergünstigte Startmöglichkeiten beim Derbyturnier anbot, ritten einige Jahre so erfolgreiche Springreiter wie Heinz Simon, Jörg Naeve und Jörg Kreutzmann für den NFR.

Als die Flottbeker Reithalle dann von Herrn Koschel übernommen wurde, stand natürlich die Dressur im Vordergrund. Allerdings entwickelte sich einer seiner damaligen Auszubildenden, nämlich Peter Teeuwen, zu einem begabten Springreiter, der in der Folgezeit außerordentlich erfolgreich in großen Springen ritt und heute Landestrainer für die Niedersachsen-Reiter und Bundestrainer für die Ponyreiter ist.

Seit 1987 reitet Cerrin Döhle geb. Bartels für den NFR und ist seit dem hoch erfolgreich auch in internationalen Springen der schweren Klasse. 1997 wurde sie Landesmeisterin in Bad Segeberg.

Yvonne Dude gehörte schon bei den Ponyreitern und Jugendlichen zur deutschen Spitze und vertritt uns auch als Erwachsene mit großem Erfolg. So war sie 1995 und 1996 Hamburger Junioren-Meisterin und nahm von 1991 bis 1997 in Folge an den Deutschen Meisterschaften der Junioren teil. Ein sehr guter Derbyritt im Jahre 2000 und viele hohe Platzierungen in Großen Preisen (***S) sprechen für sich.

Als Jörg Münzner im Jahre 1996 die Flottbeker Reithalle anpachtete, brachte er 2 international bekannte Springreiter mit, die auch gleich in den NFR eintraten. Zum einen war dies seine damalige Lebensgefährtin, die Brasilianerin Luciana Diniz, sowie der Ägypter André Sakakini. Beide waren schon als sie nach Flottbek kamen außerordentlich erfolgreiche internationale Springreiter und konnten auch während ihrer Flottbeker Zeit eine Reihe hervorragender Erfolge erzielen. Unser Mitglied Christian Straub, im Jubiläumsjahr 2003 Pächter unseres Flottbeker Pensionsstalles, ist selbst ein sehr erfolgreicher Springreiter und gewann u.a. das Speed-Derby beim Derbyturnier 2002. Ebenfalls auf unserer Anlage steht Janne Friederike Meyer. Sie gehört zur Zeit zu den erfolgreichsten Nachwuchsreiterinnen überhaupt. Bereits als Ponyreiterin ritt sie bei den Europameisterschaften mit, als Junger Reiter ritt sie bereits in der Deutschen Equipe beim CSIO in Athen und in den Nationenpreisen von Athen, Helsinki und Dammen, gewann La Bagnaia war Dritte der Europameisterschaft in Kopenhagen und Zweite der Deutschen Meisterschaft. Im Deutschen Spring-Derby konnte sie im Jahre 2002 Sechste werden.

Zu den weiteren überaus erfolgreichen Springreiterinnen und Springreitern des NFR gehörten in den Jahren 1960 bis 1990 z.B. Beate Dude, Max-Jürgen Ahrens, Rudolf Besener, Henning von Buchwaldt, Dietmar und Harald Dude, Lorenz Köster, Thomas Scharfe, Rolf Seidel, Herbert Ulonska und Professor Dr. H. J. Fritz.

Das Deutsche Dressur-Derby

Das deutsche Dressur-Derby wurde 1955 zum ersten Male ausgetragen. Und bereits heute wird diese Dressur-Prüfung von in- und ausländischen Fachleuten als eine der bedeutensten Dressur-Prüfungen der internationalen Reiterei bezeichnet. In den vier Ausscheidungen der Klasse S qualifizieren sich für das Finale des Deutschen Dressur-Derbys die vier besten Reiter auf ihren erfolgreichsten Pferden. Im Finale hat jeder der vier Reiter auch die Pferde seiner Konkurrenten in einer schwierigen Aufgabe vorzustellen. Das Ergebnis des Dressur-Derbys dient der Ermittlung des besten Reiters und des besten Pferdes auf dem Gebiete der klassischen Reitkunst.

 

Die Sieger im Deutschen Dressur-Derby

1964

Dr. Klimke (Deutschland)

Conversano Caprice (England)

1963

Dr. Klimke (Deutschland)

Dux (Deutschland)

1962

Klimke (Deutschland)

Arcadius (Deutschland)

1961

Schultheis (Deutschland)

Asbach (Deutschland)

1960

Klimke (Deutschland)

Aar (Deutschland)

1959

Schultheis (Deutschland)

Thyra (Deutschland)

1958

Schultheis (Deutschland)

Brillant (Deutschland)

1957

Schultheis (Deutschland)

Doublette (Deutschland)

1956

Schultheis (Deutschland)

Thyra (Deutschland)

1955

Schultheis (Deutschland)

Thyra (Deutschland)

Die erfolgreichsten Dressurreiter des NFR

Die Dressur wurde neben dem Springsport im NFR immer sehr gefördert.

Nun kann ich leider nicht alle, die auf Turnieren Schleifen erhielten, erwähnen, deswegen – ich bitte um Verständis – möchte ich mich auf die "Highlights" unserer Mitglieder beschränken.

In den Jahren ab 1949 errang Frau Karin Greeve geb. Falckenberg mit ihren Pferden "Bautz" (Ostpr.) und "Perfekt" (Trak.) diverse Siege und Platzierungen. Ihr Vater, Herr Eduard Falckenberg war ein bekannter Züchter. Selbst im fortgeschrittenen Alter ritt er noch Materrialprüfungen (heute heißt es Reitpferdeprüfungen). Im Rahmen des Derbyprogramms gab es damals diese Prüfung, mit einer gesonderten Abteilung für Züchter, Besitzer und Reiter in einer Person. Sehr oft holte sich Herr Falckenberg den Sieg. 

In den 50er Jahren trainierte Herr Willli Schultheiss die hochbegabte Frau Rosemarie Springer. (Herr Schultheiss gewann selbst mit verschiedenen Pferden 8mal das Dressur-Derby).

Frau Springer nahm an den Olympischen Spielen 1960 in Rom teil und erzielte den großartigen 7. Platz in der Einzelwertung mit der Stute "Doublette". In Rom wurde von keiner Nation eine Mannschaft gestellt. Im Jahre 1966 konnte sich Frau Springer in die Liste der Dressur-Derbysiegerinnen eintragen mit ihrem in Schweden gezogenen Schimmel "Lenard". Übrigens ist das Dressur-Derby seit 1965 nach Damen und Herren geteilt.

Nach Beendigung ihrer aktiven Karriere übernahm Frau Springer das Dressurtraining für die deutschen Militaryreiter, war als beliebte Richterin tätig und züchtete auf ihrem schönen Holsteiner Gut "Halloh" Pferde und betrieb eine erfolgreiche Milchwirtschaft.

Herr Walter Biedermann, ein Schüler der Wiener Hofreitschule, betätigte sich für eine kurze Zeit als Ausbilder in Flottbek. Die Pferde des Ehepaars Herrn Hans-Werner Schlüter und seiner Frau Karin wurden von ihm vorbereitet, ebenso wie die Pferde des Herrn Jochim und Frau Jutta Rimpau.

Etwas später kamen durch Vermittlung von Herrn Schlüter das Meisterschaftehepaar Herr Walter (Bubi) und seine Frau Maria Günther zu uns. Beide waren sowohl als Spring- und Dressurreiter perfekt.

Herr Günther war Chef des Stalles Greif von Herrn Schlüter, dessen fabelhaftes Material er ausbildete, ferner hatte er die Pferde des Ehepaares Rimpau sowie zwei Pferde der Berlinerin Frau Liselott Wiendiek im Beritt. Frau Wiendiek hat sich später der Zucht zugewandt und aus ihrem Stall ins die Olympiasiegerin "Venetia" (von Anblick xx a.d. Rhea v. Marder, Holst.) des Herrn Dr. J Neckermann.

Zum damaligen Stall Greif gibt es eine Historie. Besitzer ist auch heute noch die Familie Hans Meyer. Verpachtet war dieser in den 40er und 50er Jahren an Herrn Hans Heinrich Lammerich, Herrn H.W. Schlüter, Frau M. Wetzel, Herr Lorenz Köster, danach an den Stall Martini – Herrn Jörn Pfeiffer und Frau Hannelore Pfeiffer-Bando.

Zurück zur Dressurreiterei: Frau Karin Schlüter, ebenso talentiert wie ehrgeizig, wurde von Bubi Günther erstklassig auf ihre Karriere vorbereitet. Der erste erfolgreiche Sieger war der Hannoveraner "Kurprinz", dann die westfälische Stute "Alpina", der Schwede "Mars", der Ungar "Ikarus" und der absolute Star des Stalles war "Liostro" von der Löwe xx a.d.Dolgahr von Dolman (Hann.) Der Züchter Jonny Harreis hat seine Züchterprämien wohl in Säcken nach Hause getragen.

Frau Karin Schlüter gewann mit Liostro 1968, 1973 und 1974 das Dressur-Derby. Im Jahre 1976 trug der Schwedenhengst "Gassendi" den Siegerkranz.

Die viermalige Derbysiegerin war auf allen großen Turnierplätzen sehr erfolgreich präsent. Ihr größter Triumph war die Teilnahme an den Olympischen Spielen in München. in der Einzelwertung belegte sie den 9. Platz von 33 Teilnehmerinnen, in der Mannschaftswertung gab es die Silbermedaille für Frau Karin Schlüter, Frau Lieselott Linsenhoff (Piaff) und Herrn Dr. Josef Neckermann (Venetia). Als Liostro und die überglückliche Medaillengewinnerin wieder zu Hause gelandet waren, hatte Frau Koch als Überraschung eine Ehrenstandarte organisiert. Jugendliche ritten mit ihren Pferden zur Schlüter-Villa in Othmarschen und überbrachten Rosen an die versilberte Teilnehmerin. Frau Schlüter hat nicht nur ihre Reitlehrprüfung mit Glanz bestanden, sondern auch ihr Zertifikat als Meisterhausfrau. Später gab Karin Schlüter weltweit Ausbildungskurse.

Schon zu Herrn Günther Zeiten begann ein neuer Stern zu leuchten. Herr Herbert Rehbein kam nach Beendigung seiner Bereiterlehre bei Herrn Carl Diehl in Flensburg in den Stall Greif, um seinen letzten Schliff zu erhalten. Nachdem das Ehepaar Günther Flottbek verlassen hatte, übernahm Herbert Rehbein deren Aufgaben. Er war ein begnadeter Reiter und Ausbilder, der Beste der Nachkriegszeit. Seine Erfolge werden ganze Bücher füllen. In Flottbek ritt er nicht nur Pferde des Stalles Greif sondern konnte sich auch um die Ausbildung anderer Kunden kümmern, z.B. Familie Rimpau, Susanne Voss-Kahlers "Doolittle", die feine Stute "Diana" von Dominik (Hann) im Besitz von Katharina Brassow, heute Frau Dr. Strecker – unsere langjährige ehrenamtliche Bahnärztin beim Derby-Turnier. Auch meinen Arames v. Absatz (Hann.) hat er auf den Weg gebracht.

9mal hat Herbert Rehbein das Dressur-Derby (Herren) gewonnen, Grand Prix, Meisterschaften und Championate. Im In- und Ausland war er als einmaliger Ausbilder bekannt, man riß sich um ihn, großzügige Amerikaner schickten ihm ihr Privatflugzeug, damit er deren Pferde ritt. 1973 wechselte er zum Grönwohld-Hof des Herrn Otto Schulte-Frohlinde, die schönste Anlage Europas, blieb aber als Mitglied immer dem NFR treu.

Im Jahre 1971 heirateten Herbert und Karin Rehbein, geb. Rediske.

Karin ein echtes Flottbeker Kind. Als jüngste Tochter  unseres großartigen, unvergessenen Futtermeisters Herrn Paul Rediske ist sie mit Pferden aufgewachsen.

Ihre Jugend verbrachte sie mit Reiterprüfungen, kleinen, später großen Dressuren und Springen. Die ganz große Karriere begann mit ihrem Ehemann als Ausbilder.

5mal hat sie mit verschiedenen Pferden das Dressur-Derby (Damen) gewonnen.

2mal Mannschaftsgold bei Europameisterschaften, unzählige Grand Prix Prüfungen, S-Dressuren und mit großem Abstand ist Karin Rehbein die erfolgreichste Dressur-Reiterin des NFR. Nach dem frühen traurigen Tod von Herbert Rehbein arbeitet sie jetzt als Trainerin immer noch auf dem Grönwohldhof.

Während der Jahre machte auch eine weitere junge Dame auf sich aufmerksam, Frau Hannelore Pfeiffer-Bando (heute Frau Grothgar). In den 60er Jahren war sie zweimal Hamburger Meisterin auf ihrem Rappwallach "Golo" v. Gouverneur (Hann.). Dann kam "Polaris" v. Poet xx in den Stall und es folgten die ersten M- und S- Erfolge. Der große Durchbruch begann mit dem in Holland gezogenen "Banjo", der schon Olympiaerfahrung hatte, sein Vorbesitzer war 8. der Einzelwetung bei den Spielen in Montreal 1976.

Frau Grothgar´s Ausbildung wurde gefördert von Herbert Rehbein, Jürgen Koschel und Harry Boldt. Sehr bald bekam sie das Goldene Reiterabzeichen und konnte sich auch beim Dressur-Derby als ehrenvolle Dritte behaupten.

Sie war außerdem Vorstandsmitglied und Turnierleiterin des Dressur-Derbys von 1991 bis 2000.

Die jüngere Schwester Britta Bando war ebenfalls Mitglied des Vorstandes, half jahrelang vei Turnierveranstaltungen und ist jett beim Landesverband tätig.

Sehr erfolgreich, wenn auch nicht auf internationaler Ebene ist auch die Familie Kahler-Voss.

Herr General Kahler war es in den 30er Jahren und ritt noch im hohen Alter durch die Holmer Sandberge. Seine Tochter Susanne Voss war erfolgreich im Springsattel und bei Dressurprüfungen. Die Tradition führt ihre Tochter Esthe Voss weiter. Schon in jungen Jahren ist sie ungeheuer erfolgreich, das Ganze fast ohne Ausbilder nur mit erwas Bodenarbeit von ihrem Trainer. Esther reitet fast nur auf von der Familie Voss selbstgezogenen Pferden, die mütterlicherseits auf eine Stute zurückführen.

Auch weitere Mitglieder des NFR gelangten zu Dressur-Derby-Ehren. Frau Ilsebill Becher geb. Funk, die schon in den 50er Jahren erfolgreich ritt, gewann in den Jahren 1978 und 1979 mit dem Hengst "Electron". Frau Madeleine Winter-Schulze, heute 1. Vorsitzende des deutschen Dressurausschusses, siegte 1983 mit "Taifun" und 1989 mit "Rex the Blacky.

Mitte der 70er Jahre kam ein ganz junger Bereiter – Schwerpunkt Dressur – Christoph Niemann zu uns, ein Schüler von Dr. Reiner Klimke. Außer vielen anderen Pferden, die er erfolgreich vorstellte, bildere er den 1973 geborenen "Wariander" von Wohlklang (Hann.) im Besitz des damaligen 2. Vorsitzenden Herrn Hans W. Jelke bis zum Grand Prix aus.

In den Jahren 1983 bis 1996 übernahm Herr Jürgen Koschel als Pächter die Anlage und trat die Nachfolge der großen Dressurausbilder an. Herr Koschel war als Amateur zur Reiterei gekommen, Inhaber des Goldenen Reiterabzeichens. Seine Erfolge hatte er sich in allen Disziplinen geholt. Springen, Dressur und Vielseitigkeit. Sein Können hatte sich bald in Europa herum gesprochen. Er trainierte in Flottbek die finnische Olympiamannschaft für die Spiele in Seoul 1988. Die Damen Tutu Solberg, Kyra Kyrklund und Jenny Eriksson wurden in Korea glückliche 7te. Vorher hatte Kyra Kyrklund bereits 1984 in L.A. olympische Ehren erhalten. Herr Koschel hatte sie auf den 4. Platz in der Einzelwertung gebracht.

Im Jahre 1989 gewann die Finnin Jenny Eriksson mit "Santorin" im Besitz von Herrn Prof. Wolf das Dressur-Derby auch durch das Training von Jürgen Koschel.

Nach Abzug der Finnen erschienen zur Freude der Damen auch einige gut aussehende, hervorrangend reitende Spanier, um sich bei Herrn Koschel für die Olympiade 1992 in Barcelona vorzubereiten.

Eine Stute möchte ich besonders as der Vielzahl der fabelhaften Pferde, die Herr Koschel hatte, hervorheben: "Vera Cruz" eine in Dänemark gezogene von Velten Sohn aus einer Heidekrug – Mutter. Das Paar hatte über 120 S-Siege ! Talentierte Väter haben auch manchmal begabte Söhne. Christoph Koschel gehörte dazu. In jungen Jahren war er bereits 2x Deutscher Vizemeister, nahm an den Junioren-Europameisterschaften teil und erhielt bereits mit 17 Jahren das Goldene Reiterabzeichen.

Nach dem Rückzug in die Selbständigkeit von Jürgen Koschel kam als neuer Pächter Herr Jörh Münzner, ehemaliger Olympia-Teilnehmer für Österreich in Barcelona 1992. (Springen). Als Dressurausbilder fungierte Herr Thomas von Samson, ein Schüler Herbert Rehbein´s. Auf verschiedenen Pferden hatte er diverse Erfolge, war außerdem 2x Sieger im Hamburger Dressurreiter-Championat. Leider hat er seinen Wirkungskreis in einem anderen Stall verlegt.

Zur Zeit ist es in Flottbek nicht so großartig um die Dressur bestellt.

Aber zu Flottbek gehört der Stall "Wedeler Au" auch "Reitanlage Rissen" genannt. Hier spielt die Musik.

Früher war dieser Stall nur den "Buschreitern" vorbehalten.

Das Ehepaar Jochen und Anja Hermelink haben großartiges geleistet. Sie hatten auch das Glück, erstklassige Pferde zur Verfügung zu haben. Jochen Hermelink hat seine Ausbildung bei H.G. Hinrichsen in Lübeck erhalten und hatte sich weiter ausgebildet auf dem Grönwohldhof bei Familie Rehbein. Frau Anja war Amateurin, die es mit Hilfe ihres Mannes weit gebracht hat. Jochen Hermelink war ein großartiger Reiter, der keider durch eine schwere Krankheit 1998 gestorben ist. Er hatte viele Erfolge vor allem mit dem Wallach "Weltgeist" von Herrn Jochim Rimpau hat er ausgebildet.

Mir fällt gerade auf, daß ich nun schon zum dritten Mal den Namen Pimpau erwähne. Die sind immer noch da, gesund nd frisch wie in den frühen 50ern.

Viele erstklassige Pferde wurden von ihnen auf den Weg gebracht. Herr Rimpau ist seit vielen Jahren verdientes Ehrenmitglied des NFR und Frau Rimpau reitet immer noch jeden Tag ihr Pferd (28) "Piefke" von Daymiro xx" aus einer Ostfriesen-Mutter.

Frau Hermelink ist jetzt Pächterin des Stalles. Jetzt zeigt sie, was sie gelernt hat mit zahlreichen Erfolgen auf hoher Ebene z.B. Dritte der Deutschen Berufsreiter-Dressur-Meisterschaft in Verden 2002. Natürlich ist ihr auch das begehrte Goldene Reiterabzeichen verliehen worden. Als beste Schülerin hat Frau Hermelink die junge Sandra Ann Wunnerlich (17) herausgebracht. Im Jahre 2002 war Sandra Hamburger Juniorenmeisterin.

A.R.